Prof. em. Dr. Bruno Krapf

Bruno Krapf wurde am 11. Dezember 1932 geboren. Er absolvierte das Lehrerseminar in Rorschach und erwarb 1952 das Primarlehrerpatent. Während den folgenden drei Jahren arbeitete er als Lehrer in Rebstein/SG, dann ab 1955 in Rorschach. Zwischen 1956 bis 1961 war er zudem als Praktikumslehrer am Lehrerseminar Rorschach tätig.

Bruno Krapf wollte 1962 das Studium an der Philosophischen Fakultät in Zürich beginnen. Es zeigte sich jedoch bald, dass sich das mit der Lehrertätigkeit an der Primarschule nicht vereinbaren liess. Deshalb absolvierte er von 1962 bis 1964 die Sekundarlehrerausbildung in St.Gallen. Im Anschluss daran nahm er das Studium in Pädagogik, Psychologie, Philosophie und Germanistik an der Universität Zürich wieder auf. Daneben arbeitete er während zwei Jahren als Sekundarlehrer in Rorschach und dozierte später am Arbeits- und Hauswirtschaftslehrerinnenseminar St. Gallen (AHLS) Pädagogik und Psychologie. 1970 schloss Bruno Krapf das Studium mit einer Dissertation zum Thema „Die Pädagogische Bedeutung des Unterrichtsverlaufs und der Einsatz programmierter Lernhilfen“ ab. Von 1970 bis 1975 war er als Hauptlehrer für Psychologie und Pädagogik an der Kantonsschule Wattwil und am AHLS tätig. Im Jahre 1972 war Krapf Mitbegründer der Institution „Fortbildung für Mittelschullehrer“ (FORMI) im Kanton St. Gallen.

Im Oktober 1975 wurde Bruno Krapf als ständiger wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Pädagogische Institut der Universität Zürich gewählt. Gleichzeitig war er Lehrbeauftragter an der Sekundarlehramtsschule St. Gallen mit einem Pensum von zwei Lektionen. 1977 wurde er zum Professor an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen ernannt.

Ab Oktober 1977 war Bruno Krapf Vizedirektor und Hauptlehrer für Erziehungswissenschaft an der Sekundar- und Fachlehrerausbildung an der Universität Zürich (SFA). Gleichzeitig wurde er zum Professor ad personam an der Universität Zürich ernannt und konnte die Lehr- und Forschungsprojekte am Pädagogischen Institut der Universität Zürich im Umfang einer halben Stelle fortsetzen. Bald gestaltete er auch zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen für Professoren an der Universität Zürich. Mit der Arbeit „Unterrichtsstrukturen und intellektuelle Anforderungen im Gymnasium“ habilitierte Bruno Krapf 1983. 1984 trat er als Vizedirektor der Sekundar- und Fachlehrerausbildung zurück. Er hielt Gastvorlesungen an verschiedenen Universitäten und war Gastdozent an der Universität Basel. Ab 1991 führten ihn verschiedene Forschungsaufenthalte in die USA. Im September 1992 wurde Bruno Krapf zum Titularprofessor an der Universität Zürich ernannt.

1993 kündigte er auch seine Dozentenstelle an der Sekundar- und Fachlehrerausbildung der Universität Zürich und war fortan wieder mit einem Vollpensum als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Pädagogischen Instituts der Universität Zürich im Einsatz. 1998 emeritierte Bruno Krapf an der Universität Zürich und war danach über Jahre in zahlreichen Unternehmungen in Europa und Asien tätig.

Von Bruno Krapf betreute Dissertationen an der Universität Zürich

2013

Wyss, Corinne

Unterricht und Reflexion: eine mehrperspektivische Untersuchung der Unterrichts- und Reflexionskompetenz von Lehrkräften

2014

Kocher, Mirjam

Selbstwirksamkeit und Unterrichtsqualität: Unterricht und Persönlichkeitsaspekte von Lehrpersonen im Berufsübergang

vgl. Dissertationsdatenbank 1956-2017

Quellen

RRB 2883 vom 23. September 1992

https://www.ife.uzh.ch/de/ueberuns/ehemaligetitularprof/krapfbruno.html

Persönliches Treffen mit Bruno Krapf, 3. April 2018, Magadino

Autorenschaft

Rahel Jane Wellauer

Zeitmarke

1975