Daniel Fehr (1819-1881)

Abstract

Daniel Fehr war zwischen 1849 und 1881 Privatdozent für Philosophie an der Universität Zürich und dozierte unter anderem über die Geschichte der Pädagogik.

Seine Habilitation als Privatdozent für Philosophie erlangte Fehr im Studienjahr 1849/50 an der Universität Zürich (StAZH Z 70.3091 04. 1849 - 03. 1850), wo er im Wintersemester 1881/82 auch im Amt verstarb (StAZH Z 70.3093 04.1881-04.1882). An der Universität Zürich hielt Fehr ethische, literarische, kunstgeschichtliche, pädagogische, philosophische, psychologische und theologische Veranstaltungen (vgl. auch Artikel Pädagogikvorlesungen an der Universität Zürich im 19. Jahrhundert). Seine Veranstaltungen deckten folgende Themen ab: Logik und Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften, Geschichte der (alten) Philosophie von Kant bis Hegel über Schleiermacher und Schelling, Philosophie des Schönen/der Ästhetik, Religionsphilosophie, Einfluss der Philosophie auf die Theologie (von Kant bis auf unsere Zeit), Rechtsphilosophie (Naturrecht), (Allgemeine) Kunstgeschichte, Kunstgeschichte des Altertums, des Mittelalters und der neueren Zeit, Abriss/Übersicht der Schweizerischen Kunstgeschichte, Geschichte der bildenden Künste, Geschichte der Architektur (des Mittelalters) und Malerei, Geschichte der griechischen Plastik/Skulptur mit Benutzung der neu gegründeten Antikensammlung, Demonstrationen/Erklärungen der Sammlung /Skulpturen des archäologischen Museums, Geschichte der Pädagogik, Psychologie nebst einem Anhang über die Seelenkrankheiten, (Allgemeine) Geschichte der deutschen Literatur seit Klopstock, Göthe und Schiller/bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, Goethes Faust. (HSTVV UZV: 986 Nr. 118)

Am 23. September 1851 wird Fehr zum Bürger der Gemeinde Mettmenstetten erklärt und erhält gleichzeitig das Zürcher Kantonsbürgerrecht (StAZH MM 2.113 RRB 1851/1582). Ab 1855 arbeitete er auch als Privatdozent an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. 1862 wurde Fehr zum Mitglied der Bezirksschulpflege in Hottingen, Zürich, gewählt (StAZH MM 2.155 RRB 1862/0223).

Fehr starb am 23. April 1881 im Alter von 62 Jahren in Fluntern-Zürich (UAZ Sommersemester 1833-Wintersemester 1937/38).

Quellen und Literatur

Historische Vorlesungsverzeichnisse (HISTVV)

UZV 986, Nr. 118, Dozierende, Fehr, Daniel, 1819-1881. Zugriff am 15.02.2019 unter https://www.histvv.uzh.ch/dozenten/fehr_d.html

Staatsarchiv Zürich (StAZH)

MM 2.155 RRB 1862/0223, Regierungsratbeschlüsse seit 1803, Bestätigung v. Bezirkswahlen aus den Bezirken Zürich u. Uster. 15. 02. 1862. Zugriff am 15.02.2019 unter https://suche.staatsarchiv.djiktzh.ch/Dateien/60/D302266.pdf

MM 2.113 RRB 1851/1582. Regierungsbeschlüsse seit 1803, Schenkung des Landrechtes an H[errn] Privatdozenten Dr. D. Fehr v. Strohweiler, Ctns Thurgau. Zugriff am 15.02.2019 unter https://suche.staatsarchiv.djiktzh.ch/Dateien/49/D248052.pdf

Z 70.3093, Jahresberichte der Universität Zürich seit 1833, 04. 1881 - 04. 1882. Zugriff am 15.02.2019 unter https://www.archives-quickaccess.ch/stazh/jbuzh/ref/Z+70.3093+%28S.+187-206%29

Z 70.3091, Jahresberichte der Universität Zürich seit 1833, 04. 1849 - 03. 1850. Zugriff am 15.02.2019 unter https://www.archives-quickaccess.ch/stazh/jbuzh/ref/Z+70.3091+%28S.+243-258%29

Universitätsarchiv Zürich (UAZ)

Dozierendenverzeichnisse. Verzeichnis der Dozenten der Universität Zürich Sommersemester 1833 bis Wintersemester 1937/38. Zugriff am 15.02.2019 unter https://www.archiv.uzh.ch/dam/jcr:00000000-192d-6565-ffff-ffffb128fc2a/uzh_dozierendenverzeichnis_1833-1933.pdf

  

Autorenschaft

Anna Moor

Zeitmarke

1849